Bildbearbeitung – Beispiele

In folgenden Bildern zeige ich exemplarisch mein Vorgehen der Bildbearbeitung, um vom Originalfoto zu einem „Bild“ zu kommen, das meiner Vorstellung entspricht. Die Benennung der Werkzeuge folgt dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, diese Werkzeuge können bei anderen Programmen anders heißen.

In der ersten Serie nehme ich ein einfaches Motiv und verwandle es in ein abstraktes Werk. Im Einzelnen:

Bild 1: Das Originalfoto, etwas konturenlos durch zu gleichmäßiges Licht.
Bild 2: Durch Tonwertkorrektur wird das Foto kontrastreicher und gewinnt an Tiefe.
Bild 3: Die vorhandenen Farben verstärke ich durch Farbsättigung (ca. 50%).
Bild 4: Tontrennung. Die Farbverläufe werden gebündelt und die Nachbarfarben stehen hart nebeneinander. Für die Farben im Bild kann die Anzahl der Abstufungen gewählt werden. Im vorliegenden Bild wähle ich 4 Abstufungen.
Bild 5: Die Farben werden mit den Reglern der selektiven Farbkorrektur weiter verstärkt.
Bild 6: Ich kopiere Bild 5, drehe es um 180°, wähle Tontrennung Stufe 2, lege es als neue Ebene über Bild 5, und kopiere beide Bilder ineinander, in diesem Fall mit der Füllmethode „Differenz“. Jetzt gefällt es mir vom Bildaufbau und der erweiterten Farbgebung durch das Kopieren der beiden Ebenen, die ich anschließend auf eine Ebene zusammenführe.

In der zweiten Serie verwandle ich ein Foto des Regensburger Doms zu einem Bild mit geheimnisvoller Architektur:

Bild 1: Das Originalfoto, die stürzenden Linien sind korrigiert.
Bild 2: Durch Tonwertkorrektur wird das Foto kontrastreicher und gewinnt an Tiefe.
Bild 3: Die Tontrennung erfolgt in 5 Stufen.
Bild 4: Jetzt werden die wenigen Farben im Foto per Farbsättigung hochgefahren.
Bild 5: Die jetzt sichtbar werdenden Farben werden mit den Reglern der selektiven Farbkorrektur weiter verstärkt.
Bild 6: Ich wähle ein anderes Foto, Motiv „Altmetall (gebogene Rohre)“ und lege es als neue Ebene über Bild 5, und kopiere beide Bilder ineinander, die Füllmethode ist „Weiches Licht“. So passen die beiden unterschiedlichen Motive zusammen.

Diese Vorgehensweise funktioniert nicht mit allen Motiven. Da gilt es zu differenzieren und auszutesten. Manchmal gelingt der „richtige“ Bildaufbau und die Farbgebung, die meinen Vorstellungen entspricht, oder die Art des Ineinanderkopierens, die zum endgültigen Bild am besten passt, erst nach vielen Anläufen.

 

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